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Eine tolle Tagesfahrt bis auf die Kieler Förde

Moin,

vor einer guten halben Stunde bin ich wieder aufgewacht und war dabei irgendwie nicht so richtig glücklich über das "wo". Irgendwas in mir sehnte sich wieder zurück dorthin, wo ich gestern war. Nein, nicht gestern morgen! Die 10 Zentimeter weiter nach links oder rechts hätten sich schnell bewerkstelligen lassen. ;-) Ich dachte eher an die Zeit dazwischen. Aber wo ich schon gerade beim aufwachen bin, fang ich am besten vorne an.

Um 7:47 Uhr - für einen Tour-Samstag eigentlich eine sehr humane Uhrzeit - geht mein Radiowecker los. Anders als beim letzten Mal war ich zu dem Zeitpunkt auch noch in meinem Bett. Mal kurz überlegen. Mein Zug fährt um 8:43 Uhr vom Hauptbahnhof. Also möglichst um 8:21 Uhr in Oberbarmen die S-Bahn nehmen. Das ist reichlich Zeit. Also erstmal duschen und noch kurz ins Internet schauen. Neue Uhrzeit 8:16 Uhr. Hups! Also schnell zum Auto und ab nach Oberbarmen. Um die Uhrzeit sind samstags zum Glück jede Menge P+R-Parkplätze frei. Trotzdem kann ich der S-Bahn beim einparken an mir vorbeifahren sehen. Das war also schon mal nix. Also dann mal schnell ins RIS gucken. Ach ja, um 8:26 Uhr die RB gibt es ja auch noch und der RE 13 nach Venlo hat +5. So trabte ich dann gemütlich zum Bahnhof. Während ich in der Unterführung angekommen bin, höre ich den RE einfahren. Also zügig weiter, aber nicht rennen! Treppe rauf, Tür auf, einsteigen, abfahren. Perfekt!

So komme ich um 8:31 Uhr in Wuppertal Hbf an, zieh mir direkt mal ein bisschen Geld und lass mir von der Blech-Lise erzählen, dass "IC 2120 nach Puttgarden leider etwa fünf Minuten später" eintreffen wird. Na, sei's drum. Also auf keinen Fall Stress. So wanderte ich ein wenig über den Bahnsteig und überlegte, wo ich wohl einsteigen sollte. Ich entschied mich für "ganz vorne". Nein, nicht auf der Lok! Denn die ist ganz hinten. Während ich also in Richtung Block A laufe, musste ich noch eine kleine Reisegruppe aus drei nicht mehr ganz jungen Pärchen umrunden. Und wie das bei solchen Leuten irgendwie immer so ist, müssen sich die Herren natürlich pseudo-lustig profilieren. Kein Wunder also, dass mir nach wenigen Sekunden schon ein "Ja, das ist wieder typisch Bundesbahn. Hat immer Verspätung." entgegen schallt. "Trottel" ist das einzige, was mir dabei durch den Kopf geht.

Um 8:48 Uhr ist es dann aber soweit und 101 015 drückt IC 2120 in den Bahnhof und während der Steuerwagen noch an mir vorbeizieht, entscheide ich direkt, "okay, dann eben Wagen 6". Ja ne, denkste. Kein freier, nicht reservierter Platz. Also weiter. In Wagen 7 (Bimz) kommen mir drei ältere Damen in die Quere, die mit anderen Fahrgästen darüber diskutieren, ob das nun ihre Plätze seien oder nicht. Hilfsbereit wie ich nun mal bin und mit der Erfahrung vieler, vieler Bahnfahrten, frage ich mal nach, in welchem Wagen die Damen denn reserviert hätten. "Wagen 8" "Das ist ein Wagen weiter." "Nein, der Schaffner hat gesagt, dass ist hier. Angeblich fehlt irgendwas." Ah okay, denk ich. Da haben wir wohl irgendwo einen Wagen verloren. Da ich den Zub schon sehen kann, überlasse ich ihm die Damen und wandere weiter. Mittlerweile hatte ich mich mit dem Gedanken angefreundet, vielleicht noch einen bahn.comfort-Platz zu ergattern. Aber auch da ist es voll und ich hab keine Lust auf Diskussionen und so geht es erstmal durch die 1. Klasse. Die ist schön leer und ich liebäugele einen Moment mit dem 1.Klasse-Upgrade in meinem Rucksack. Aber nein, das brauch ich später noch. Letztlich finde ich in Wagen 16 (dem letzten Wagen) den einzigen freien, nicht reservierten Sitzplatz! Gegen die Fahrtrichtung, aber egal. Die Strecke nach Hamburg kenne ich eh gut genug und ich kann noch ein bisschen lernen.

So geht es über Hagen nach Dortmund, wo es mit dem Zustieg mal wieder länger dauerte. Ein Snickers hatte ich nicht dabei, aber der Gedanke an ein Frühstück kam schon langsam auf. Also schaute ich mal auf die Reservierungsanzeigen um mich herum. Fast alle, auch mein Sitznachbar, würden in Münster zusteigen. Am besten also noch bis dahin warten und dann ins BordBistro abwandern, wenn die Platzverhältnisse geklärt sind.

Während der Fahrt nach Münster heißt es dann "Personalwechsel, die Fahrkarten bitte!" Ich fische also meine Freifahrt 2. Klasse aus dem Rucksack. Allerdings dauerte es dann doch noch etwas, denn zwei Reihen vor mir, war ein Italiener offenbar auch der Meinung, umsonst mitfahren zu können. Keine Fahrkarte, kein Geld, aber nach Hamburg fahren... Die Zugbegleiterin blieb aber erstaunlich gelassen und stellte ihm - wenn auch mit Mühen, da sich keine deutsche Adresse finden ließ - ein 40er-Ticket nach Münster aus.

Kurz nach zehn ist dann Münster erreicht und eine Frauenreisegruppe auf dem Weg zur AIDA nach Warnemünde entert mit Schrankkoffern, Prosecco und jede Menge Palaver den Wagen. Genau das passende zu der Herren-Reisegruppe, die schon seit Köln im Wagen war. Entsprechend schnell ergriff ich nun die Flucht in Richtung BordBistro, wo zu meinem Bedauern das Rührei aus war. Stattdessen gab es dann das Schinken-Käse-Baguette. Das ist lecker und dauert vor allem seine Zeit. Dazu ein Kaffe. Damit war ich die ersten 7,10 € des Tages losgeworden. Geschmeckt hat es - trotz stehen - auf jeden Fall. Kurz nach Osnabrück, das wir mit 13 Minuten Verspätung verlassen hatten, war ich dann aber auch schon wieder zurück an meinem Sitzplatz und versuchte mich, mehr oder weniger sinnvoll zu beschäftigen. Dabei bekam ich mit, dass beide Reisegruppen - also außer mir ungefähr der ganze Wagen - in Hamburg nur 16 Minuten Umsteigezeit zum RE nach Rostock hatten. Eine leichte Aufregung machte sich breit. Scheinbar aber umsonst, denn bis Bremen waren vier Minuten Verspätung schon wieder aufgeholt und auch in Richtung Hamburg-Harburg ging es zügig voran.

Jetzt galt es erstmal für mich zu planen. Denn für die Fahrt ab Hamburg Hbf hatte ich eine recht spezielle Fahrkarte samt 1. Klasse-Upgrade dabei. Also musste ich nach Wagen 11. Gleichzeitig wollte ich aber auch noch was von den Rangierarbeiten im Hauptbahnhof mitbekommen. Ich entschied mich daher, schon vor Harburg zur Tür zu gehen, da ich mich nicht unbedingt bei der ganzen Meute hinten anstellen wollte. Kurz nach Buchholz - wo mir zunächst mal der heimische DGS 59743 begegnete, dessen Bespannung natürlich umgehend per SMS weitergemeldet wurde - ging es also zur Tür. Abfahrt in Harburg dann mit +6. Scheinbar also keine Gefahr mehr für die Reisegruppen. Nur war die Rechnung ohne die Pfeilerbahn gemacht. Dank Hp0 und Co. erreichten wir Hamburg mit +14. Um den Herrschaften noch eine Chance zu geben, zeigte ich ihnen noch bei der Einfahrt ihren Zug und wies ihnen den Weg von Gleis 8 über den Südsteg nach Gleis 6. Kein weiter Weg, aber doch zu weit, denn als die ersten gerade auf der Rolltreppe hinunter waren, setzte sich 120 201 pünktlichst in Bewegung. Ein kleines hämisches Grinsen konnte ich mir nach den Nervereien der letzten Stunden dann doch nicht verkneifen, obschon ich mich auch fragte, ob die versprochene Vormeldung tatsächlich stattgefunden hatte. Freilich hätte es auch noch gedauert, denn während ich mir dann ein Foto von 101 015 gönnte (Abb. 1), waren die letzten gerade erst aus dem IC ausgestiegen.

Abb. 1: 101 015 hat mit IC 2120 Hamburg Hbf erreicht und wird in kürze mit den Wagen 12-16 vom restlichen Zug absetzen und einer 218 Platz machen.

Nach dem Foto ging ich dann erstmal zurück zum Wagen 11. Um schon mal meine Sachen abzulegen. Dumm nur, dass der Wagen mittlerweile sehr voll geworden war. Also verschob ich das Upgrade auf später und wanderte wieder außen am Zug entlang bis zum Steuerwagen, wo es etwas leerer war. Für die 218 noch mal nach vorne rennen wollte ich jetzt allerdings nicht noch mal, sondern beschloss einfach auf die Abfahrt zu warten, die sich aber auch noch reichlich verzögerte. Erst mit 18 Minuten Verspätung ging es los und im Zug kam erstmal Nahverkehrsfeeling auf, als eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg an die Ostsee laut zur Musik gröhlend, durch den Zug zogen. Erst die Zugbegleiterin machte dem ein Ende. Kaum hatte sie das Problem gelöst, hatte ich allerdings jetzt den "Anschlag" mit der Fahrkarte auf sie vor:

"Sie haben mir hier die Fahrkarte für die Rückfahrt gegeben."
"Nein,"
"Doch, von Hamburg nach Solingen."
"Nein, schauen sie doch mal bitte auf die Reiseverbindung."
"Hm? Wie fahren Sie denn jetzt? (Denkpause) Lübeck, Kiel? Hä? Na, wenn sie meinen..."

Nun ja, es ging also weiter in Richtung Lübeck. Dabei wohl über ungewöhnliche Wege, wie mir ein Hobbykollege später in Lübeck erzählte. Was mir, dank nicht im Geringsten vorhandener Streckenkenntnis gar nicht aufgefallen war. Ich hatte nur die Verspätung bemerkt. Die hatte sich bis Lübeck nämlich auf 26 Minuten summiert. Was allerdings nicht weiter tragisch war, hatte ich doch großzügig mit 50 Minuten Übergang in Lübeck und 210 Minuten in Kiel geplant.

So hatte ich dann auch in Lübeck noch die Möglichkeit, zu schauen, welche 218 mich nach Lübeck befördert hatte. Es war 218 322. Das ärgerliche war, dass sie offenbar auch zwei Koffer nach Lübeck befördert hatte, die jetzt aber herrenlos auf dem Bahnsteig standen. "Herrenlose Koffer" - ein ganz böses Wort und mir schwante schon was. Kurz drauf ging es dann langsam auch schon los:

"Achtung, Sicherheitshinweis! Lassen Sie ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt."

Etwas Später:

"Herr XY, bitte kommen Sie zu Ihrem Gepäck!"

Als auch das nichts fruchtete, schickte der Service-Mitarbeiter zunächst mal den Bahnsteig hinunter. Was irgendwie wenig sinnvoll erscheint, gibt es dort doch keinen Ausgang (die Koffer standen direkt am Treppenaufgang). Der RE nach Kiel wurde - samt Verspätung - aber weiter für Gleis 5 angekündigt. Bis es dann irgendwann hieß:

"Auf Grund eines herrenlosen Gepäckstücks an Gleis 5, kann der RE aus Hamburg nach Kiel bis auf weiteres nicht einfahren."

Jawoll, Bahnhofsräumung. Na wunderbar, ich hab ja schließlich Zeit. Frei nach dem Motto "DSO war sofort vor Ort und sprach zu erst mit dem Koffer!", ging die Info auch mal per SMS raus. Bis in die News ist die Nachricht offenbar aber nicht gelangt. ;-) Gegen 14 Uhr kam dann dann die Durchsage, der RE würde nun aus Gleis 8 fahren. Ja wunderbar, nur wie soll man nun da hinkommen. Über die Gleise oder doch durch die "Gefahrenzone"? Durch die "Gefahrenzone", in der es mittlerweile etwas grün geworden war. Oben auf der Brücke sammelten sich mittlerweile die Schaulustigen. Allerdings nicht direkt an der Treppe, sondern eine Treppe weiter. Das hätte im Zweifel natürlich sehr geholfen...

Mir war's dann auch irgendwo egal, denn sonderlich verdächtig sahen die Koffer eigentlich nicht aus. Bzw. welcher Terrorist schreibt seinen Namen auf den Koffer? Wie auch immer. Ich machte es mir nun im 1. Klassebereich eines der beiden komplett modernisierten ABn des RE 21418 bequem, den die, wie aus dem Ei gepellt ausschauende, 218 431 eben in die Halle befördert hatte. Nach dem dort noch zwei Rollstühle entladen worden waren, ging es um 14:19 Uhr mit 16 Minuten Verspätung los. Also Fenster auf und Feinstaub einatmen. ;-) Oder aber einfach die vorbeiziehende Landschaft betrachten (siehe Abb. 2). Bald war es allerdings damit erstmal wieder vorbei, denn bereits in Pönitz mussten wir auf den entgegenkommenden RE 21623 nach Bad Kleinen warten. Nach dessen Ankunft hieß es aber wieder Hp1 und ab dafür (Abb. 3).
Weiter zieht die Holsteinische Schweiz und ihre Seen an mir vorbei. Eutin, Malente, Plön. In Plön kommt mein Fenster perfekt zum stehen. Ein schöner Blick auf den Ort ergbibt sich (Abb. 4), bevor es bald schon wieder weiter geht in Richtung Ascheberg. Dort klappt die Kreuzung einwandfrei und ohne weitere Störung, aber leider auch bei schlechter werdendem Wetter, geht es weiter nach Kiel, dessen Hauptbahnhof um 15:33 Uhr erreicht ist.


Abb. 2: Spiegelbilder einer Bahnfahrt - oder - der Verfasser dieser Zeilen während der Fahrt von Lübeck nach Kiel


Abb. 3: RE 21623 Kiel - Bad Kleinen bestehend aus 628 682 und 628 210 erreicht Pönitz (Holstein). Allerdings erwartet ihn dort niemand


Abb. 4: Plön aus der Sicht des Reisenden

Nun bin ich also in Kiel. Warum bin ich eigentlich hier? Was will ich hier? Und wie bekomme ich die nächsten drei Stunden rum? Bei meinem letzten Besuch in Kiel war ich irgendwie nicht so ganz bei mir und ich habe die Stadt daher in eher schlechter Erinnerung. Also sollte ich vielleicht mal nach den schönen Seiten suchen. Also erstmal zum Hafen bzw. zum Schiffsanleger "Bahnhof", von wo ich drüben am Fähranleger die "Stena Scandinavia" erblicke, die irgendwann später nach Göteborg aufbrechen wird. Passenderweise gesellt sich eine Möwe hinzu und schnell ist ein Foto mooooiins (Abb. 5/wer "Findet Nemo" nicht gesehen hat, wird das jetzt vielleicht nicht verstehen ;-)). Natürlich blieb es nicht bei dem einen Foto, denn die Möwe war wohl etwas fotogeil. Hatte ich also schon mal etwas Zeit rumgebracht.


Abb. 5: Kiel - Möve - Fähre - kein Regen

Aber was nun? Eine Bootsfahrt wär eigentlich schön! Hafenrundfahrt? Ne, da war die letzte um 15 Uhr. Trotzdem schaue ich mal auf den Fahrplan und stelle fest, dass um 16:25 Uhr eine direkte Fähre bis an die Mündung der Kieler Förde fährt und ich dort dann nach 15 Minuten wieder zurück fahren könnte, um um 18:18 Uhr wieder am Bahnhof zu sein. Also genau 20 Minuten vor der Abfahrt von ICE 809. Perfekt!!! Die Zeit bis dahin vertrödelte ich durch eine kleinen Spaziergang durch Kiel bis zu dem Hotel, wo ich damals übernachtet hatte. Während dessen kam dann erfreulicherweise auch die Sonne ein bisschen durch und als ich quasi zeitgleich mit der Fähre wieder am Anleger ankam, konnte ich noch ein Foto auf die Förde hinaus mit Sonne und Wolkenkulisse machen (Abb. 6).


Abb. 6: Stena Scandinavia und die fast fertige TS Quingdao (rechts) erfeuen sich der Sonnenstrahlen nach dem abziehenden Regen

Um 16:25 Uhr nimmt mich dann die "Falkenstein" auf und für insgesamt 7,40 € (Hin-Rück) geht es nun ohne Unterbrechung und unter immer mehr durchbrechender Sonne über die Kieler Förde bis nach Laboe. Eine herrliche Fahrt, die ich - fast wie einst Leonardo di Caprio auf "der" Titanic - direkt vorn im Bug und mit der Nase im Wind genieße. Traumhaft schön! Während der Fahrt kreuzen viele Segler unseren Weg und später, nach dem wir die Einmündung des Nord-Ostsee-Kanals passiert haben, auch einige "große Pötte", die wenig später die offene Ostsee erreichen. Genaugenommen ist sogar ziemlich viel Verkehr (Abb. 7). Gegen 17 Uhr nehmen wir dann Kurs auf Laboe (Abb. 8), wo ich mich dann entgüktig entschied, nicht wieder die Fahrradfähre "Falkenstein" für die Rückfahrt zu nehmen, sondern die langsamere, aber nur fünf Minuten später fahrende "Laboe" zu nehmen. So blieb mir noch Zeit, ein Fischbrötchen mit Bratrollmops zu besorgen. Das muss schließlich sein, wenn der Arne am Meer ist! Wieder an Bord lasse ich es mir schmecken, genieße die Rückfahrt jedoch diesmal im Innenraum, denn es hat sich wieder zugezogen. Die Rückfahrt führt dann über alle "Haltestellen", so auch über Friedrichsort, wo der Anleger direkt neben dem MAK-Werk liegt. Zwei Minuten vor Plan ist der Bahnhof wieder erreicht und ich gehe gut gelaunt von Bord! Das hat sich gelohnt!


Abb. 7: Viel los auf der Kieler Förde. Gleich fünf Seeschiffe sind auf dem Weg von oder auf die Ostsee


Abb. 8: Bald ist das Ostseebad Laboe erreicht. Die Fischbrötchenbude direkt am Anleger ist sehr zu empfehlen!

Wenige Minuten später bin ich wieder im Hauptbahnhof, wo ICE-Triebzug 52 bereits auf mich wartet. Ich laufe einmal am ganzen Zug entlang bis zum Wagen 14 und quartiere mich im ersten Abteil ein. Vollkommen ab vom Schuss. Hier würde ich meine Ruhe haben und die hatte ich dann auch. ;-) Pünktlich um 18:38 Uhr verlasse ich Kiel und besuche kurz vor Neumünster das Bordrestaurant. Es gilt Jakob de Neergaards Spezialitäten auszuprobieren. Auf den Tisch kommt das "Genießer Menü" Klare Hühnersuppe "Søllerød Kro Style" mit Brötchen und Dänisches Hackbällchen mit Schweinefilet im Speckmantel mit Johannisbeergelee und Salzkartoffeln für 15,90 € dazu ein frisch gezapftes Beck's. Lecker und sehr zu empfehlen! Zwischen Suppe und Hauptgang ist dann auch wieder die Sache mit meiner Fahrkarte zu klären. Auch hier muss ich der wirklich sehr freundlichen Zugbegleiterin natürlich das ein oder andere Erklären. Aber natürlich geht auch hier die Sache glatt.

Während nun die Sonne über der, nicht mehr allzu weit entfernten, Nordsee golden untergeht, steuert der ICE nun auf Hamburg zu, wo zunächst der Betriebsbahnhof Langenfelde passiert wird, wo 101 101 und 101 102 nah beieinander die letzten Sonnenstrahlen genießen. Kurz nach Harburg, das wir mit +3 verlassen, bricht die Nacht dann endgültig hinein, und alles reduziert sich auf einen weißen Strich, der da mit 200 km/h durch das Land eilt. Pünktlich erreichen wir Bremen und Osnabrück sogar fünf Minuten zu früh. Ein Fotoversuch dort scheitert aber leider. So überlegte ich dann, ob ich nicht in Dortmund noch ein Foto von meinem Zug machen können würde. Fünf Minuten Aufenthalt würden reichen. Aber nein, in Davensberg machte mir RB 39238 dank ihrer fünfminütigen Verspätung einen Strich durch die Rechnung, so dass wir Dortmund drei Minuten zu spät erreichten. Das konnte ich also knicken und dann war ich wenig später auch noch zu langsam, um 482 048 der SBB mit ihrem DPE von Norddeich Mole nach Koblenz ablichten zu können. Aber so richtig geärgert hab ich mich eigentlich nicht, sondern ließ anschließend auf der RÜckfahrt im RE 10440 die Eindrücke des Tages auf mich wirken, bis dieser pünktlich um 23:48 Uhr wieder Wuppertal-Oberbarmen erreichte. Noch schnell zum Auto und um Punkt 0:00 Uhr steckte mein Schlüssel in der Wohnungstür und eine tolle Fahrt, die mich gerade einmal 47,90 € plus Verpflegung gekostet hatte, war zu ende.

Tja, und nun sitze ich eben wieder hier und denk, ich wär gar nicht richtig weg gewesen. :-/

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntag und hoffe, dass dieser Bericht gefällt auch wenn er sehr lang geworden ist! :-)

7.9.08 11:30
 


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